Alter berechnen in Excel

Eine auf den ersten Blick ganz simple Aufgabenstellung hat sicher schon den ein oder anderen frustriert. Es geht um die genaue Berechnung des Alters in Excel. Sollten Sie gerade auch genau zu diesem Thema im Internet recherchiert haben, wird es Sie vielleicht trösten, dass selbst der Beitrag im offiziellen Microsoft Support fehlerhafte Lösungsvorschläge anbietet. Zum Staunen und Schmunzeln habe ich den Beitrag verlinkt, allerdings sollten Sie die angebotenen Lösungsansätze getrost ignorieren. 

Exakte Berechnungen mit der DATEDIF-Funktion

Die beste Funktion um das exakte Alter zu berechnen taucht im oben genannten Beitrag gar nicht auf. Dabei können Sie mit der Funktion DATEDIF() sehr einfach die Differenz zwischen zwei Datumswerten berechnen. Die Funktion ist auch sonst sehr versteckt und taucht weder im Funktionsassistenten noch im Register Formeln auf. Und genau aus diesem Grund möchte ich Ihnen die Funktion und ihre Einsatzmöglichkeiten in diesem Beitrag vorstellen. Die Funktion ist wie folgt aufgebaut:

=DATEDIF(Startdatum;Enddatum;“Zeiteinheit“)

Die Funktion DATEDIF() setzt sich aus drei Funktionsargumenten zusammen. Das Startdatum wird in unserem Beispiel das Geburtsdatum sein. Für das Enddatum nehmen wir das aktuelle Tagesdatum. Hierfür verwenden wir die Funktion HEUTE() und erhalten so ein dynamisches Datum, dass sich täglich ändert. Alternativ kann natürlich auch ein bestimmter Stichtag als statisches Datum dienen. Zum Schluss wird noch eine Zeiteinheit benötigt. Im ersten Schritt soll das Alter in Jahren berechnet werden. Die Zeiteinheit hierfür lautet „Y“ (Years). Alternativ stehen noch diese weiteren Zeiteinheiten zur Verfügung:

Einheit Rückgabewert
„Y“ Anzahl der vollendeten Jahre zwischen den beiden Datumswerten
„M“ Anzahl der vollendeten Monate zwischen den beiden Datumswerten
„D“ Anzahl der vollendeten Tage zwischen den beiden Datumswerten
„MD“ Differenz zwischen den Tagen in Startdatum und Enddatum. Monate und Jahre werden ignoriert.
„YM“ Differenz zwischen den Monaten in Startdatum und Enddatum. Tage und Jahre werden ignoriert.
„YD“ Differenz zwischen den Tagen in Startdatum und Enddatum. Jahre werden ignoriert.

DATEDIF-Funktion an praktischen Beispielen

In der Beispieldatei stehen die Geburtstage in Spalte B und dienen für die DATEDIF()-Funktion als Startdatum. Um einige mögliche Einsatzmöglichkeiten zu demonstrieren wird die Funktion genutzt um vier unterschiedliche Fragestellungen zu lösen. In Spalte C wird das Alter in Jahren, in Spalte D der nächste Geburtstag, in Spalte E der nächste Geburtstag in Tagen und in Spalte F der nächste Geburtstag in Monaten und Tagen berechnet.

Ausgehend vom heutigen Tagesdatum wird das Alter in Jahren berechnet. Hierfür reicht die Kombination der beiden Funktionen DATEDIF() und HEUTE().

=DATEDIF(B2;HEUTE();"Y")

Bei der Ermittlung des nächsten Geburtstag werden noch weitere Funktionen benötigt. Hierfür werden zusätzlich noch die Datumsfunktionen DATUM(), JAHR(), MONAT() und TAG() genutzt.

=DATUM(JAHR(B2)+DATEDIF(B2;HEUTE();"Y")+1;MONAT(B2);TAG(B2))

Das Ergebnis dieser Formel wird dann schließlich für die Ermittlung der Tage, beziehungsweite Monate und Tage bis zum nächsten Geburtstag in den Spalten E und F als Enddatum verwendet.

=DATEDIF(HEUTE();D2;"D")
=DATEDIF(HEUTE();D2;"YM")&" Monaten, "&DATEDIF(HEUTE();D2;"MD")&" Tagen"

Excel Mustermappe:

Genaues Alter mit Excel berechnenalter_berechnen.xlsx

 

Kostenlose Excel Schulung – Excel Tipps & Tricks

Zum 10-jährigen Jubiläum von makro-excel.de gibt es heute als ein besonderes Geschenk: Die Excel Schulungsfolien „Excel Tipps & Tricks“ zum kostenlosen Download.

Die Folien erklären auf 39 Seiten viele interessante Fragen zum Thema effektiv arbeiten mit Excel. Geeignet für Einsteiger und Fortgeschrittene, werden viele klassische Fragestellungen im Umgang mit Excel beantwortet. Dabei werden auch Hinweise gegeben um das „Zerschießen“ von Excel Arbeitsmappen zu verhindern und die Datenqualität der Daten in Excel zu sichern.

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Sonderzeichen Suchen und Ersetzen in Excel

HTML Sonderzeichen

Mit Excel werden häufig Daten aus anderen Systemen importiert, analysiert, weiterverarbeitet und anschließend für die Nutzung in anderen Programmen oder Datenbanken auch häufig wieder exportiert. Sonderzeichen können dabei häufig zu Problemen führen. In diesem Beitrag erhalten Sie Lösungsansätze für eine reibungslose Verarbeitung der Daten in Excel.

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Excel Makros mit dem Makro-Rekorder aufzeichnen

Der integrierte Makro Rekorder in Excel ist, unabhängig von vorhandenen Programmierkenntnissen, ein sehr nützliches Tool. VBA Anfänger können über die Aufzeichnung wiederkehrender Arbeitsabläufe auch ohne Programmierkenntnisse ganz oder teilweise automatisieren. Aber auch fortgeschrittene Anwender können den Makro Rekorder sinnvoll nutzen. Insbesondere wenn einzelne VBA Funktionen nicht bekannt sind, können einzelne Schritte aufgezeichnet und anschließend im VBA Editor nachvollzogen werden.

Teil 1: Erste Schritte – Aufruf vom VBA-Editor
Teil 2: Excel Makros mit dem Makro-Rekorder aufzeichnen

Zu beachten ist allerdings, dass der aufgezeichnete VBA Code in vielen Fällen deutlich umständlicher ist, als selbst geschriebene VBA Befehle. Die Folgen von aufgeblähten Programmzeilen können sich bei größeren Projekten in verlängerten Laufzeiten direkt bemerkbar machen. Ein weiterer Nachteil ist, dass der aufgezeichnete Programmcode aufgrund seiner Länge leichter unübersichtlich wird.

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Sichere Variablendeklaration mit Option Explicit

Häufige Fehler bei Makros sind fehlerhafte Variablen. Standardmäßig müssen Sie nicht zwangsweise eine Variable deklarieren, bevor Sie Sie verwenden können.

Sub ohneVariablenDeklaration()
Zahl = 10
MsgBox Zahl
End Sub

Im obigen Beispiel wird der Variable Zahl zu Beginn der Wert 10 zugewiesen ohne dass die Variable vorher definiert wurde. Mit MsgBox wird Ihnen in der nächsten Zeile der Wert der Variable Zahl über eine Messagebox am Bildschirm angezeigt. Tipp: Eine Ausgabe der Variable per Messagebox eignet sich auch sehr gut um einen Fehler in einem Makro zu finden. So können Sie prüfen, ob den Variablen die richtigen Werte zugewiesen worden sind, oder ob das Makro nur deshalb nicht richtig läuft, weil Sie bei der Deklaration oder Zuweisung der Variablen einen Fehler gemacht haben.

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Erste Schritte – Aufruf vom VBA-Editor

Wie kann ich Makros nutzen? Wohin muss ich den Makro-Quellcode (Programmiercode) kopieren? Wie kann ich das Makro starten?

Das sind die ersten Fragen, die Sie sich wahrscheinlich stellen werden, wenn Sie sich bisher noch gar nicht mit Makroprogrammierung beschäftigt haben. Daher zunächst eine kleine bebilderte Einleitung wie Sie starten.

Teil 1: Erste Schritte – Aufruf vom VBA-Editor
Teil 2: Excel Makros mit dem Makro-Rekorder aufzeichnen

1. Excel und anschließend den Visual Basic-Editor (VBA-Editor) öffnen. Den VBA-Editor öffnen Sie entweder über die Tastenkombination <Alt> + <F11> oder über das Menü.

Bis zur Office Version 2003: „Extras“, „Makro“, „Visual Basic-Editor“ (vgl. Abbildung 1)


Abbildung 1

Ab Office Version 2007: Über den Menüpunkt „ENTWICKLERTOOLS“ und anschließend das linke Symbol „Visual Basic“. Sofern der Menüpunkt nicht vorhanden ist, können Sie diesen über „DATEI“, „Optionen“, „Menüband anpassen“ hinzufügen.


Abbildung 2

2. Im linken oberen Feld des VBA-Editors sehen Sie anschließend die geöffneten Dateien (hier: „Mappe1“) und jeweils darunter die Microsoft Excel Objekte „Diese Arbeitsmappe“ und die Tabellenblätter der Datei. Als nächstes sollten Sie ein Modul einfügen, da die meisten Makros in Modulen gespeichert werden (vgl. Abbildung 3). In „Diese Arbeitsmappe“ oder dem jeweiligen Tabellenblatt können ebenfalls Makros gespeichert werden, wird aber nur in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Nützliche Anwendungsbeispiele für diese Sonderfälle stelle ich Euch noch vor.

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